„Ich wäre lieber gestorben“…

…als im Mittelmeer aufgegriffen und nach Nordafrika zurückgebracht worden zu sein. So furchtbar haben Migranten_innen in dem Dokumentarfilm Closed Sea die sogenannten Pushback-Operationen wahrgenommen. Erst seit den Konflikten in Libyen ist diese Praxis durch die europäische Grenzschutzagentur Frontex koordinierte Operationen ausgesetzt. Entsprechende Abkommen zwischen Italien und  Libyen bestehen aber weiterhin.
Doch nicht alle Migranten_innen werden sofort zurückgeschoben. Während der letzten Jahre sind zehntausende auf See gerettet worden und auf der italienischen Insel Lampedusa gestrandet. Bewohner_innen der Insel sprechen von einer Krise, die in den Jahren 2009 und 2011 ihre Höhepunkte hatte. Den Inselbewohnern_innen zufolge waren auf Lampedusa im vergangenen Jahr viel mehr als die offiziellen 50.000 Migranten_innen. „Ich wäre lieber gestorben“… weiterlesen

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Flughafentransit

Viele Reisende übernachten am Flughafen Mailand Malpensa. Foto: © Hauke Lorenz

Um 23:30 Uhr betrete ich den Abfertigungsbereich des Flughafens Mailand Malpensa. Auf den Wartebänken sind die einzelnen Sitze durch Armlehnen getrennt. Irgendwie schaffen es doch erstaunlich viele Leute darauf zu schlafen, Arme und Beine in Richtung Rückenlehne und den Rücken zum Wartebereich oder im Sitzen. Im Restaurantbereich sind die einzigen Liegen ohne Armlehnen bereits besetzt. Nach etwa einer halben Stunde schaffe ich es, mich für eine halbwegs ruhige Ecke zu entscheiden und schlafe relativ schnell ein.

– Transit- also auf der Durchreise sein ist nicht unbedingt ein angenehmer Zustand. Egal ob Hotel, Lounge, Couchsurfing oder – wie ich – auf dem Boden in einer Ecke der Schalterhalle. Die Unterbrechung der Reise ist anstrengend. Man ist nicht zu Hause und nicht am Ziel der Reise angekommen. Entspannung ist ein ferner Traum. Fern erinnere ich mich an den Film Terminal. Tom Hanks wusste nicht, wie lange er in diesem Zustand verharren würde. Ich bin aber nicht eingesperrt. Ich habe mein Gepäck abgeholt und kann das Gebäude theoretisch jederzeit verlassen, wenn mir danach ist. Flughafentransit weiterlesen

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Die Mühen der Bürgerbeteiligung – Südamerikas Linksregierungen besuchten erstmals Sozialgipfel der Zivilgesellschaft

Dialog zwischen Regierung und Zivilgesellschaft in Foz de Iguazu. Foto: Hauke Lorenz

Die südamerikanischen Linksregierungen haben sich mehr Bürgerbeteiligung verschrieben. Dennoch bleibt ein Spannungsverhältnis zwischen Regierungen und Zivilgesellschaft normal. Beim 10. MERCOSUR- Sozialgipfel im brasilianischen Foz do Iguazu gab es Annäherungen.

Es war ein Zeichen der Wertschätzung: Luiz Inácio Lula da Silva (Brasilien), Fernando Lugo (Paraguay) und José Mujica (Uruguay) besuchten vor dem halbjährlich stattfindenden Präsidententreffen des Gemeinsamen Marktes des Südens (MERCOSUR) erstmals den zum zehnten Mal ausgetragenen regionalen Sozialgipfel. Dieser Besuch in Foz de Iguazu stellt eine bedeutsame Richtungsänderung im Dialog zwischen Regierungen und Zivilgesellschaft dar, waren es doch in den letzten Jahren Delegierte der Zivilgesellschaft, die zu dem Gipfel der Präsidenten reisen mussten, um ihre Forderungen zu überreichen. Die Mühen der Bürgerbeteiligung – Südamerikas Linksregierungen besuchten erstmals Sozialgipfel der Zivilgesellschaft weiterlesen

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(Transit-)Migration

Unabhängig von Gründen für Migration beschreibt die Internationale Organisation für Migration (IOM) internationale Migration als:

„Movement of persons who leave their country of origin, or the country of habitual residence, to establish themselves either permanently or temporarily in another country. An international frontier is therefore crossed.“ (IOM 2004:33).

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