Church and Chill?

Nix da mit Popcorn, Cola und zurücklehnen. Beim Kirchentag zeigen wir im Rahmen eines „Filmgottesdienstes“ den Film „Viacrucis Migrante – Kreuzweg der Migrant_innen“ und wollen dabei mehr als beten. Wir laden euch zum Singen mit der Band Riosentí Música und zu einer gemeinsamen Aktion ein. Durch die Anwendung der Geschichte von Jesus auf geflüchtete Menschen wird die Frage aufgeworfen, ob jeder Tag Karfreitag ist. Dabei könnte jeder Tag auch Ostersonntag sein – als ein Willkommensfest für geflüchtete Menschen, um ihnen ihr Kreuz abzunehmen und die Grenzen der Festung Europa abzureißen! Denn Auswandern ist ein Recht und kein Verbrechen.

© Grafik: Susana Rojas

Ein ökumenischer Filmgottesdienst zu Flucht, Glaube und Solidarität in Mexiko mit: Hauke Lorenz, Filmemacher; Stephan Philipp, Pfarrer und Amt für kirchliche Dienste im EKBO; Maximilian Wagner, Pfarrer von St. Ludwig und Missionszentrale der Franziskaner; Musik von und mit Riosentí Música und dem Film: „Viacrucis Migrante – Kreuzweg der Migrant_innen“ beim Kirchentag am Do., 25.05.2017 (Himmelfahrt) um 19 Uhr in der Auenkirche, Gemeindehaus, Wilhelmsaue 119, 10715 Berlin-Wilmersdorf.

https://www.kirchentag.de/index.php?id=17007#session/363529101/v.gdi-052

Eintritt frei!

Mit Unterstützung der Mexiko und Zentralamerika Koordinationsgruppe von Amnesty International www.casa-amnesty.de, dem Amt für kirchliche Dienste in der EKBO www.akd-ekbo.de und dem Lateinamerikaforum Berlin www.lateinamerikaforum-berlin.de

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Fest der Hoffnung

Deutschlandjahr in Mexiko – Solidarität mit geflüchteten Menschen und Migrant_innen in Mexiko und Deutschland

„Wenn du die Leute zu einer Veranstaltung über Migration und Menschenrechte einlädst, dann kommt niemand. Das kannst du vergessen.“ sagte Ramón Márquez zu mir, nachdem wir meinen ersten Dokumentarfilm „Viacrucis Migrante – Kreuzweg der Migrant_innen“ als Side-Event einer Tagung des UN-Menschenrechtsrates in Genf vorgeführt hatten. Márquez ist der Direktor der Migrant_innenherberge La72 im Süden Mexikos. In „Viacrucis Migrante“ fliehen Männer, Frauen und Kinder, die vor existenziell bedrohlichen Verhältnissen in ihren Heimatländern Honduras, El Salvador und Guatemala in Richtung Norden stehen. Fest der Hoffnung weiterlesen

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Abschluss der Dreharbeiten und Ausblick

Bei den Dreharbeiten am Karfreitag - Kreuzweg der Migranten in Tenosique, Tabasco
Bei den Dreharbeiten am Karfreitag – Kreuzweg der Migranten in Tenosique, Tabasco

Vía Crucis Migrante wird ein Film über die Überwindung von Elend und Not durch Kraft aus dem Glauben.

Die Dreharbeiten sind abgeschlossen. Das Thema ist geblieben. Nach der Karwoche haben wir versucht, die Geschichten unserer Protagonisten_innen weiter zu verfolgen um diese zu ende erzählen zu können. Auch wenn die Geschichte nun eine andere als die vorab geplante ist, bin ich doch zuversichtlich, dass wir einen spannenden Film schneiden können.

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Mexiko macht Jagd auf Transitmigranten_innen

Seit August 2014 ist der mexikanische Staat laut verschiedenen Quellen dazu übergegangen Migranten zu jagen. An der Südgrenze Mexikos herrscht unter vielen Bewohnern der Gegend eine ausländerfeindliche Stimmung. Mexiko macht Jagd auf Transitmigranten_innen weiterlesen

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Crowdfunding für Dokumentarfilmprojekt gestartet

Der Viacrucis Migrante wird dieses Jahr in einem anderen Rahmen als letztes Jahr stattfinden. Unser Protagonist teilte uns mit, dass zivilgesellschaftliche Organisationen die mit Migranten_innen arbeiten, sich nach einer intensiv Debatte gegen einen Aufbruch als Karawane entschieden hätten. Grund dafür ist, dass das ‚Programa Frontera Sur‘ einen Rückschritt gegenüber des Erfolges vom letzten Jahr bedeutet. Im Süden Mexikos fände momentan eine fürchterliche Repression gegenüber Migranten_innen statt und die Regierung Mexikos würde keine weitere Karawane tolerieren. Die Geistlichen möchten Provokationen vermeiden, die den Migranten_innen Schaden zufügen würden. Crowdfunding für Dokumentarfilmprojekt gestartet weiterlesen

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SOS-Europa

S.O.S. Europa: Mit dem Flashmob am Strand machten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Camps auf Lampedusa gemeinsam mit den Einheimischen auf die Kampagne „When you don’t exist“ aufmerksam. © Dario Sarmandi

 

Tausende Bootsflüchtlinge aus Afrika sind in den vergangenen Jahren auf der italienischen Mittelmeerinsel Lampedusa angekommen. Die Situation in den überfüllten Auffanglagern war oft katastrophal. Vom 14. bis 21. Juli fand auf der Insel zum zweiten Mal ein Human Rights Camp statt. Junge Menschen aus aller Welt kamen dort zusammen, um sich für einen besseren Schutz für Flüchtlinge an den EU-Außengrenzen einzusetzen. SOS-Europa weiterlesen

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„Am besten, man bleibt in Afrika“

Transitmigration in Mailand

Migranten_innen verkaufen Freundschaftsbänder vor dem Mailänder Dom.
Foto: © Hauke Lorenz

Auf dem Platz vor dem Mailänder Dom herrscht buntes Treiben. Scharen von Tauben versammeln sich um Menschen, die Brotkrümel verstreuen. Pantomime verharren starr in ihren Positionen, Touristen lassen sich für Geld mit Polaroidkameras ablichten und Straßenhändler_innen bieten dünne bunte Freundschafts-Armbänder an. Einer von ihnen heißt Sidy. Er erzählt, dass er zunächst in seinem Herkunftsland Senegal studiert hat. Hier in Italien hat er begonnen, sein Tourismusstudium fortzusetzen. Das Geld hat jedoch nicht gereicht und nun findet er keine Arbeit. Das mache es ihm und anderen Migranten_innen besonders schwer. Und das, obwohl er Glück hatte und mit einem Studentenvisum nach Italien einreisen konnte. Durch seine Aufenthaltspapiere habe er es bei Polizeikontrollen nicht so schwer wie andere. „Am besten, man bleibt in Afrika“ weiterlesen

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„Ich wäre lieber gestorben“…

…als im Mittelmeer aufgegriffen und nach Nordafrika zurückgebracht worden zu sein. So furchtbar haben Migranten_innen in dem Dokumentarfilm Closed Sea die sogenannten Pushback-Operationen wahrgenommen. Erst seit den Konflikten in Libyen ist diese Praxis durch die europäische Grenzschutzagentur Frontex koordinierte Operationen ausgesetzt. Entsprechende Abkommen zwischen Italien und  Libyen bestehen aber weiterhin.
Doch nicht alle Migranten_innen werden sofort zurückgeschoben. Während der letzten Jahre sind zehntausende auf See gerettet worden und auf der italienischen Insel Lampedusa gestrandet. Bewohner_innen der Insel sprechen von einer Krise, die in den Jahren 2009 und 2011 ihre Höhepunkte hatte. Den Inselbewohnern_innen zufolge waren auf Lampedusa im vergangenen Jahr viel mehr als die offiziellen 50.000 Migranten_innen. „Ich wäre lieber gestorben“… weiterlesen

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Flughafentransit

Viele Reisende übernachten am Flughafen Mailand Malpensa. Foto: © Hauke Lorenz

Um 23:30 Uhr betrete ich den Abfertigungsbereich des Flughafens Mailand Malpensa. Auf den Wartebänken sind die einzelnen Sitze durch Armlehnen getrennt. Irgendwie schaffen es doch erstaunlich viele Leute darauf zu schlafen, Arme und Beine in Richtung Rückenlehne und den Rücken zum Wartebereich oder im Sitzen. Im Restaurantbereich sind die einzigen Liegen ohne Armlehnen bereits besetzt. Nach etwa einer halben Stunde schaffe ich es, mich für eine halbwegs ruhige Ecke zu entscheiden und schlafe relativ schnell ein.

– Transit- also auf der Durchreise sein ist nicht unbedingt ein angenehmer Zustand. Egal ob Hotel, Lounge, Couchsurfing oder – wie ich – auf dem Boden in einer Ecke der Schalterhalle. Die Unterbrechung der Reise ist anstrengend. Man ist nicht zu Hause und nicht am Ziel der Reise angekommen. Entspannung ist ein ferner Traum. Fern erinnere ich mich an den Film Terminal. Tom Hanks wusste nicht, wie lange er in diesem Zustand verharren würde. Ich bin aber nicht eingesperrt. Ich habe mein Gepäck abgeholt und kann das Gebäude theoretisch jederzeit verlassen, wenn mir danach ist. Flughafentransit weiterlesen

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Die Mühen der Bürgerbeteiligung – Südamerikas Linksregierungen besuchten erstmals Sozialgipfel der Zivilgesellschaft

Dialog zwischen Regierung und Zivilgesellschaft in Foz de Iguazu. Foto: Hauke Lorenz

Die südamerikanischen Linksregierungen haben sich mehr Bürgerbeteiligung verschrieben. Dennoch bleibt ein Spannungsverhältnis zwischen Regierungen und Zivilgesellschaft normal. Beim 10. MERCOSUR- Sozialgipfel im brasilianischen Foz do Iguazu gab es Annäherungen.

Es war ein Zeichen der Wertschätzung: Luiz Inácio Lula da Silva (Brasilien), Fernando Lugo (Paraguay) und José Mujica (Uruguay) besuchten vor dem halbjährlich stattfindenden Präsidententreffen des Gemeinsamen Marktes des Südens (MERCOSUR) erstmals den zum zehnten Mal ausgetragenen regionalen Sozialgipfel. Dieser Besuch in Foz de Iguazu stellt eine bedeutsame Richtungsänderung im Dialog zwischen Regierungen und Zivilgesellschaft dar, waren es doch in den letzten Jahren Delegierte der Zivilgesellschaft, die zu dem Gipfel der Präsidenten reisen mussten, um ihre Forderungen zu überreichen. Die Mühen der Bürgerbeteiligung – Südamerikas Linksregierungen besuchten erstmals Sozialgipfel der Zivilgesellschaft weiterlesen

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